4. Dezember 2015: Khao Lak

Ab heute Abend soll unser Bungalow am Nang Thong Beach in Khao Lak für uns bereit stehen, morgen früh um 04:00 wird Vrene in Phuket landen und direkt nach Khao Lak transferiert werden…

Wir verabschieden uns von den Österreichern, die Schweizer sind bereits gestern weiter Richtung Malaysia gezogen. Aber wir haben vor, wiederzukommen, der Platz ist einfach ideal…!

 

Khao Lak ist nur ca. 80 km nördlich von Phuket, für uns also eine gemütliche Fahrstrecke. Wir kaufen unterwegs nochmals ein und checken schliesslich wie geplant im Wanaburee Resort ein. Das heisst, wir wollten einchecken…. Aufgrund eines Missverständnisses wurde die Unterkunft doch erst ab morgen gebucht. Leider ist uns die Zusatznacht zu teuer, also müssen wir wohl oder übel noch eine Nacht im Lasti verbringen. Was an sich ja kein Problem wäre- nur- der Parkplatz hier in Hanglage ist extrem schräg, da würden wir alle aus unseren Betten fallen ;-). Und das „Problem“ Nummer zwei: Vrene kommt morgens um 06:00 Uhr hier an, spätestens also um 05:45 wollen wir hier sein, um sie zu empfangen!

Zum Glück haben wir noch eine Adresse von einem Platz in Khao Lak am Bang Niang Beach. Am Ende der Touristenzone hat es einen schönen Parkplatz unter Kokospalmen bei einem Strandrestaurant, direkt am Meer.

Wir geniessen frische Fruchtshakes und köstlichen Thaifood direkt am Strand und schauen dem Sonnenuntergang zu….

Wir gehen früh ins Bett- schliesslich müssen wir morgen wieder früh raus…Doch leider ist nichts mit der wohlverdienten Nachtruhe. Im Restaurant nebenan wird gefeiert, die Musik wird immer lauter und auf dem Parkplatz herrscht ein Kommen und Gehen. Erst morgens um 02:00 Uhr wird es langsam ruhiger….

 

 

29.Oktober – 4.Dezember 2015: Phuket, Nai Yang Beach

Wir sind seit ein paar Tagen per Email mit Wolfi und Verena in Kontakt, die momentan mit ihrem Truck beim Nai Yang Beach auf Phuket stehen. Wir freuen uns auf Gesellschaft und wollen noch ein paar Tage am Strand verbringen, bevor Vrene, Dominiks Mutter, in einer Woche zu Besuch kommt.

 

Phuket ist über die Sarasin Bridge mit dem Festland verbunden. Bereits wenige Kilometer nach der Brücke beginnt der Sirinat Marine Nationalpark, wo sich auch der Nai Yang Beach befindet.

Hier im Nationalpark hat es einen offiziellen Campground auf einer grossen Wiese unter schattenspendenden Bäumen. Sanitärgebäude mit WC’s und Duschen sind gleich nebenan und auf der anderen Strassenseite beginnt gleich ein langer, breiter Sandstrand. Es hat nur wenige ausländische Touristen, vereinzelt ein paar Thai- Ausflügler und ist für Phuket- Verhältnisse sehr ruhig…

Das Meer eignet sich super zum Baden, durch das vorgelagerte Korallenriff werden die Wellen gebremst, so ist das Wasser schön ruhig und glasklar und bei Ebbe kann man weit hinauslaufen, für die Kinder ideal. Nils kann hier wieder ohne Angst vor Quallen baden…

Das Riff eignet sich hervorragend zum Schnorcheln, man sieht Schwärme von bunten Fischen, man fühlt sich, als schwimme man in einem Aquarium!

 

Neben Wolfi und Verena aus Österreich sind auch Lorenz und Gisela aus der Schweiz hier. Auch sie sind bereits seit mehreren Jahren in der Weltgeschichte unterwegs. In ihren Augen sind wir bloss „Turboreisende“ ;-). Zusammen erleben wir gesellige Momente und Abende und auch die Kinder geniessen die Gesellschaft anderer…

Die Tage gehen schnell vorbei und wir geniessen es, ohne festes Programm in den Tag hinein zu leben! Die Kinder können ausgiebig spielen und wir sind froh, nicht jeden Morgen neu zusammenpacken zu müssen. Wir bewegen uns zwischen Strand und Lasti- je nachdem, wo es gerade Schatten hat.

Unser Platz befindet sich in der Nähe des Flughafens, direkt über der Landeanflugbahn über dem Strand. Wir schauen den Flugzeugen zu, wie sie hinter dem Strand landen. Hier wird Vrene in ein paar Tagen landen, wir und die Kinder können es kaum erwarten!

Hin und wieder machen wir einen Ausflug zum Einkaufen oder Nachtessen, doch abgesehen davon machen wir keine grossen Sprünge.

Der Ort ist klein und beschaulich und vergleichsweise wenig touristisch. Zwar sind die Preise nicht mit dem „Hinterland“ vergleichbar, doch dafür sitzt man direkt am Strand bei Kerzenlicht und Meeresrauschen. ..

Nils macht seine ersten Schwimmversuche ohne Flügeli und Jonas entwickelt sich vom Klammeräffchen zum Flügelifreischwimmer. Die beiden können nicht genug kriegen vom Wasser! Obwohl das Meer hier Badewannentemperatur hat, sind die Jungs erst mit blauen Lippen und Schwimmhäuten zwischen den Fingern aus dem Wasser zu bewegen.

Zur Abwechslung bauen sie am Strand in stundenlanger Arbeit Sandburgen und Vulkanlandschaften, bis diese von den Wellen wieder davon gespült werden…

 

 

27. November 2015: Tham Wang Badan

Im Moment herrscht hier an der Ostküste der Nordostmonsun, also nicht gerade die ideale Reisezeit mit viel Regen und stürmischer See.Wir wollen daher mehr oder weniger direkt an die Westküste weiter, dort sollen die klimatischen Bedingungen zu dieser Jahreszeit besser sein.

Seit einiger Zeit quietschen unsere Bremsen und es wird zunehmend schlimmer. Vielleicht müssten die Bremsbeläge mal erneuert werden..

Bei der Michelinwerkstätte konnten sie uns nicht weiterhelfen, haben aber eine Adresse in Surat Thani erhalten. In Surat steuern wir die genannte Werkstatt an, landen aber in einer überfluteten Bananenplantage (wie gesagt, es ist Regenzeit und weite Teile der Landschaft stehen halbwegs unter Wasser),doch weit und breit keine Werkstatt in Sicht.

Ein dahergefahrener Herr hilft uns weiter und lotst uns zu einer anderen Garage. Diese kann uns zwar nicht direkt weiterhelfen, doch ein Freund des Werkstattchefs könne das machen. Dieser hat ausserhalb der Stadt seine Werkstatt und der freundliche Mann, der anscheinend hohes Ansehen in der Stadt geniesst, führt uns auch dahin. Er hat Beziehungen zu einem Deutschen, der am Telefon übersetzt.

Die Garage, eine Hinterhofwerkstatt, mitten in der Pampa, nimmt sich unseres Problems an und kaum haben wir erklärt, um was es geht, ist der Lasti schon aufgebockt und die Vorderräder abgeschraubt. Die Bremsbeläge sehen noch OK aus und auch sonst kommt zum Glück nichts Aussergewöhnliches zutage. Die Beläge werden abgeschliffen, die Bremsen neu justiert und ca. 1,5 Stunden später sind wir wieder on the road- und die Bremsen quietschen kaum mehr!

Der Garagenbesitzer begleitet uns noch bis zur Schnellstrasse. Inzwischen ist es später Nachmittag geworden- weit werden wir heute nicht mehr kommen. Der Strand ist zu weit weg und in der Stadt wollen wir nicht bleiben, also fahren wir etwas landeinwärts, in der Hoffnung, irgendwo einen Platz zu finden.

Mehr oder weniger zufällig landen wir bei einem kleinen Kloster mitten im Dschungel. Es ist bereits dunkel, als wir auf dem Parkplatz unter Bäumen parkieren. Kurze Zeit später tauchen zwei Mönche auf und laden uns ins Kloster ein.

Dominik, der gerade ziemlich erkältet ist, legt sich bereits ins Bett, während ich mit den Jungs das Kloster besuche. Wir werden von den Mönchen (zurzeit leben sieben Mönche hier und vier Nonnen), herzlich empfangen und eingeladen. Nils und Jonas werden gleich in Beschlag genommen. Ich bin ganz erstaunt, dass hier auch vier ältere Nonnen- diese auch mit rasiertem Schädel, aber ganz in Weiss gekleidet- leben.

Wir dürfen der abendlichen Meditationszeremonie beiwohnen und sind ganz fasziniert vom monotonen Singsang der Klosterbewohner. ..

 

Schon früh am nächsten Morgen dürfen die Jungs die Mönche auf ihrem Spaziergang begleiten. Hier, an diesem abgeschiedenen Ort mitten im Dschungel, sind die Mönche wohl froh, um jede Abwechslung…

Es hat hier beim Kloster auch eine Höhle, der Eingang ist mit Wurzeln und Lianen bewachsen und nur über eine steile Holzleiter erreichbar. Wir müssen erst dutzende von Treppenstufen hochsteigen, bis wir die Höhle am Fusse einer steilen Felswand erreichen. Im schwachen schein der Taschenlampe erkunden wir das Innere mit Stalaktiten und anderen Tropfsteingebilden und einem grossen Buddha, der in der Höhle wacht.

Wir verlassen diesen ruhigen Ort und machen uns auf den Weiterweg Richtung Westküste und sehen bei unserer Abfahrt gleich zwei Schlangen. Eine grosse schlängelt sich in einiger Entfernung über den Parkplatz, die andere liegt auf der Strasse. Nichts wie weg von hier!

 

26. November 2015: Hat Thung Wua Laen

Das Wetter ist bewölkt, das Meer stürmisch und nach wie vor grasgrün, deshalb beschliessen wir, weiterzuziehen.

Dominik möchte schon lange mal die reifen des Lastis von vorne nach hinten und umgekehrt wechseln, das Profil ist mittlerweile recht unregelmässig abgefahren. Der Wechsel würde, wenn selbst durchgeführt, wohl den ganzen Tag dauern, die reifen haben doch ein stattliches Gewicht…

Auf dem Weg Richtung Chumphon fahren wir an einer Michelin-Truckwerkstatt vorbei und wollen wenn möglich den Wechsel in einer Werkstatt machen lassen. Dort dauert es nur einen Bruchteil der zeit…

Zwar muss Dominik den Werkstattangestellten erklären, wie die reifen, ohne die felgen zu wechseln, getauscht werden können, doch schlussendlich sind alle vier Reifen nach gut einer Stunde getauscht.

Die Suche nach einem schönen Strandplätzchen dauert diesmal etwas länger, denn die Küste hier ist immer wieder mit Mangrovenwald und Sümpfen durchsetzt. Schliesslich landen wir am Hat Thung Wua Laen, etwas nördlich von Chumphon. Der Ort hat wohl auch schon bessere Zeiten gesehen und wirkt etwas heruntergekommen, dafür ist er vom Massentourismus bisher verschont geblieben.

Wir stellen den Lasti an der Uferpromenade an den Strand, wenigstens hat es in der Gegend ein paar kleine Läden, Restaurants und eine Kite- Surfschule. Auch hier herrscht recht Wellengang und es regnet immer mal wieder.

 

 

24.-25. November: Bang Saphan

Wir haben herrlich geschlafen! Nach einem Kaffee verlassen wir unsere liebenswürdigen Gastgeber und machen uns auf zum nächsten Strand. Erst mal müssen wir noch einkaufen, vor allem unsere Vorräte an frischen Lebensmitteln wie Früchte und Gemüse sind zur Neige gegangen. Hier sieht man weniger Früchte- und Gemüsemärkte an der Strasse wie in Laos oder China, dafür gibt’s riesige Supermärkte.

Wir steuern den Strand von Ban Krud an, dieser soll laut Reisehandbuch sehr schön sein. Als wir dort ankommen, sind wir eher enttäuscht, der Strand ist sehr schmal und der angepeilte Stellplatz nahe an der Strasse. Wir fahren noch ein bisschen weiter, nach einer Landzunge beginnt gleich der nächste Strand. Hier finden wir einen Platz am Ende einer Strasse, direkt am Strand unter Kasuarinen, abseits jeglicher Einrichtungen…

Die Kinder schaufeln, wir sammeln Muscheln und sehen in der Ferne dem Gewitter über dem Meer zu. ..

In der Nacht lauschen wir dem Rauschen der Wellen…

Am darauffolgenden Tag nehmen wir das erste Mal seit Beginn unserer Reise das Tarp in Betrieb, das etwas Schatten spenden soll.

Die Kinder spielen am Strand, während wir in unseren Liegestühlen sitzen…J

Heute herrscht ziemlich Wellengang und im Verlauf des Tages wird das Wasser immer grüner, irgend eine Alge wird hier angespült. Nicht gerade sehr einladend, ein Bad zu nehmen. Zudem wurden ein paar Quallen angespült…

 

 

23. November 2105: Pran Buri

Wir sind heute seit genau vier Monaten unterwegs, unglaublich wie schnell die Zeit vergeht! Wir planen bereits schon unsere Rückreise….

Unsere Plätzli ist herrlich ruhig und ideal, mit viel Schatten, Strand, Auslaufmöglichkeit für die Kinder und Wasser für die erfrischende dusche zwischendurch. Hier wollen wir noch einen Tag länger bleiben, Zeit haben wir ja…

Wir verbringen nochmals einen gemütlichen Tag mit Strand, Spielen, Wäsche waschen, schreiben und Nichtsstun.. Die Freude am Schwimmen im Meer ist leider seit Nils‘ Zusammentreffen it der Qualle etwas getrübt.

Am Vormittag spricht uns eine Deutsche an, sie ist gerade beim Joggen, als sie unseren Lasti sieht. Dee lebt mit ihrer Familie hier und war früher auch mit einem ähnlichen Mobil unterwegs. Sie lädt uns spontan zu sich nach Hause zu einem Glas Wein ein.

Pünktlich um 19:00 fahren wir also bei Familie Frohlich vor, die in einem wunderschönen Haus in einem Villenviertel wohnt. Wir Erwachsenen tauschen bei einem Glas Rotwein Reisegeschichten aus, während die Kinder im riesigen Pool plantschen. Ronald und Dee wohnen seit drei Jahren in Thailand und haben hier eine Kokosölfabrik. Vorher haben sie mehrere Jahre in Südafrika gelebt und immer wieder Reisen in alle Welt mit ihrem Mercedes-LKW unternommen.

Spontan laden sie uns ein, in ihrem Gästezimmer MIT KLIMAANLAGE zu übernachten, was ich mir nicht zweimal überlegen muss!

 

21.-22. November 2015: Pran Buri Forest Park

Die Nacht war nicht ganz so erholsam, unser Platz zwischen Strand, Strasse und Hotels war recht laut, aus der Nähe dröhnte morgens um zwei laute Musik…

Gestern schon haben die Liegenanbieter am Strand aufgerüstet, am Wochenende soll hier wohl viel los sein, wenn halb Bangkok an den Strand will. ..

Wir verziehen uns lieber und suchen uns ein ruhigeres Plätzli weiter südlich. Bereits 50 km weiter landen wir in einem Forest- Park zwischen Mangrovenwald und Strand. Hier hat es einen grossen schattigen Parkplatz und sogar einen kleinen offiziellen Zeltplatz. Es gibt WCs , Duschen, Tische und Bänke.

Hier treffen wir per Zufall auf den Brasilianer Rafael. Mit ihm wären wir in der ursprünglichen Gruppe durch China gereist… Er und seine Frau, die momentan grad an einem Yogakurs in Indien teilnimmt, sind seit über drei Jahren mit ihrem Landrover auf Weltreise…

Am nächsten Vormittag kümmerst sich Dominik um den Lastiservice, während ich mit den Jungs am Strand bin. Doch allzu lange halten wir es nicht aus an der Sonne- zum Glück gibt es im Park viel Schatten und die Jungs können sich hier austoben!

Am Nachmittag machen wir einen Rundgang durch den Mangrovenwald und beobachten allerlei Krebsgetier im Schlick zwischen all den Wurzeln. Hier wurde ein schöner Holzsteg und sogar ein Aussichtsturm angelegt, von dort hat man einen schönen Ausblick über das grüne Blätterdach der Mangrovenbäume.

Nach der Wanderung geht’s nochmals zum Strand, nun hats hier Schatten und die Temperaturen sind angenehm. Leider hats auch ein paar lästige Sandfliegen und Nils wird beim Baden von einer Qualle gestreift. Er hat nun recht schmerzhafte Striemen am Bein… L

Wir verbringen einen gemütlichen Abend mit Rafael bei einer Flasche Bier und tauschen Reisegeschichten aus.

 

  • Kokosnussrollen

20. November 2015: Cha Am

Wir wollen so schnell wie möglich ans Meer, in der Hoffnung, dass die Temperaturen dort etwas angenehmer sind. Wenigstens kann man sich im Meer zwischendurch etwas abkühlen…Wir sind heute wieder früh los, wir wollen heute noch die Küste erreichen!

Wir kommen gut vorwärts- sogar die Umfahrung Bangkoks bringen wir einigermassen zügig hinter uns.Wir erreichen Cha Am, der erste Badeort an der Küste, am Nachmittag. Und sehen endlich das Meer- nach ca. 20 000 Kilometern!!

Hier reiht sich Liegestuhl an Liegestuhl- zum Glück aber meist leer. Wir finden einen schattigen Platz unter Bäumen direkt am Strand. Nur eine Reihe Liegestühle und Sonnenschirme trennen und vom Wasser. Die Jungs können endlich wieder ausgiebig schaufeln und im Meer plantschen, während wir die Liegestühle geniessen! Für Jonas ist es das erste Bad im Meer überhaupt! Vom Meer her weht eine leichte Brise- welch herrlicher Moment!

 

 

19. November 2015: Phimai

Wir fahren frühmorgens, solange die Temperaturen noch einigermassen erträglich sind. Wir- oder die Kinder- sind sowieso meist wach, sobald es hell wird- dafür gehen wir abends früh ins Bett, um 18:00 ist es ja schon dunkel….

Angekommen in Thailand haben wir fast einen kleinen Kulturschock erlitten: riesige Einkaufszentren, Läden à la IKEA, und OBI, riesige Baumärkte, gigantische Reklametafeln entlang den Schnellstrassen und Tankstellen mit Mc Donalds, KFC etc. Sowieso wirkt für uns, aus dem laotischen Dschungel her kommend, alles sehr modern und vieles erinnert uns an Amerika. Manchmal hat man das Gefühl, auf Floridas oder Californiens Strassen unterwegs zu sein…

Wir kommen gut voran, mittags sind wir bereits in Phimai, wo wir nach einem Mittagessen in einem Thairesti, wo es nur zwei Menüs gab, die Ruinen der alten Khmer- Tempel besichtigen. Die Tempel erinnern stark an Angkor Wat in Kambodscha, nur viel kleiner und weniger touristisch. Die Jungs kraxeln umher auf der Suche nach einem Geheimgang und sind ganz fasziniert von den alten Mauern…

Wir fahren noch ein Stück weiter und erreichen kurz vor Einbruch der Dunkelheit einen Stausee, wo wir zwischen den einfachen Behausungen der Fischer unser Nachtlager aufschlagen. Es wimmelt von Mücken, innert Sekunden ist unsere weisse Eingangstür schwarz.!

Wenigstens bläst eine frische Brise vom See her…!

 

18. November 2015: Udon Thani

Bisher gabs in jedem unserer bisher bereisten Länder an der Grenze Versicherungsbüros für Fahrzeug- Haftpflichtversicherungen- nur in Thailand haben wir vergeblich danach Ausschau gehalten. …Wir sind zu sehr Schweizer, als dass wir, wenn irgend möglich, ohne Versicherungssschutz herumfahren wollen. Auch trotz vorsichtiger Fahrweise können Unfälle passieren- im Zweifelsfall ist sowieso immer der Ausländer schuld…

Wir wollen versuchen, hier in Udon Thani eine Versicherung aufzutreiben, ansonsten lassen wir es halt bleiben. Nach unzähligen Nachfragen bei diversen Tankstellen, Autohändlern und dergleichen landen wir schliesslich in einem Büro der AXA. Eine nette Frau kümmert sich um unser Anliegen und stellt bedauernd fest, dass in Thailand zwar Versicherungspflicht herrsche, dass es aber nicht möglich sei, ein Fahrzeug in dieser Grösse und mit ausländischer Immatrikulation , zu versichern. Sie kenne aber Kollegen, die sich mit ausländischen Fahrzeugen auskennen würden…. Die Frau verschwindet wieder im Büro, taucht ab und zu mit dem Telefon auf und verschwindet wieder, derweil wir im klimatisierten Borzimmer warten und versuchen, die Kinder bei Laune zu halten… Endlich ein Lichtblick, es gebe vielleicht eine Möglichkeit, sie wisse aber erst am Nachmittag mehr…

In der Zwischenzeit versuchen wir, die Zeit irgendwie rumzubringen. Wir landen in einem Einkaufszentrum, schön klimatisiert, mit Restaurants, Läden und einem Telecomshop, wo wir eine thailändische SIM-Karte besorgen.

Um 14.00 Rufen wir das Versicherungsbüro an- leider noch keine News, dafür Fragen nach Baujahr und anderen fahrzeugspezifischen Einzelheiten. Um 15:30 kriegen wir endlich telefonisch Bescheid: es hat geklappt, wir können zurück ins Büro. Da es sich um eine andere Versicherungsgesellschaft handelt, müssen wir in ein anderes Büro in einem anderen Stadtteil. Dort verbringen wir nochmals fast eine Stunde, bis alles unter Dach und Fach ist, doch schliesslich haben wir, dank dem unermüdlichen Einsatz der AXA-Frau, ein Papier in der Hand!

Die Angestellten machen noch ein paar Selfies mit unserem Lasti, dann können wir endlich weiter. Doch mittlerweile ist es schon fast Abend geworden und so kehren wir an den Platz zurück, wo wir gestern übernachtet haben und gönnen uns eine Abkühlung im Pool!