21.-25. September 2015: Khongoryn Els

Tag 1:
Wir dringen weiter in die Wüste Gobi vor. Die Vegetation wird immer kager und trockener und in der Ferne sehen wir bereits die ersten Sanddünen. Die Piste schlängelt sich ein Tal entlang und endlich stehen sie vor uns: die gewaltigen Sanddünen von Khongoryn Els, die höchsten der Mongolei. Bis zu 300 m türmen sie sich auf. Der Dünengürtel erstreckt sich ungefähr 180 km zwischen zwei Gebirgszügen von West nach Ost.
Wir finden einen Platz zwischen den Dünen und die Kinder sind im Schaufelparadies: die Gobi, ein einziger riesiger Sandkasten!

Wir bekommen Besuch von einem älteren Mongolen, der sich mit dem Motorrad durch den  Sand quält. Er kämpft unentwegt gegen das Einsanden und Umkippen im Weichsand.
Wie er uns gesehen hat, kommt er zu uns hoch und setzt sich in den Sand. Für ihn eine willkommene Verschnaufpause. Er bekommt von uns ein Bier- dafür dürfen wir vom frischen Ziegenmilchjoghurt kosten, das er in seiner Manteltasche mitführt. Die Kinder bekommen Bonbons, und eine Zigarette später, die er mit Zeitungspapier dreht, ist er wieder unterwegs und kämpft sich weiter durch den Sand…
Die untergehende Sonne lässt die Sanddünen in warmen Rottönen und wunderbaren Kontrasten erscheinen…

 

Tag 2:
Heute Morgen bläst der Wind und wirbelt Sand durch die Luft.
Wir lassen noch mehr Luft aus den Reifen und suchen uns einen Weg durch die Dünen. Leider versperrt uns ein Grundwassersee, der zwar kaum noch Wasser führt, aber sehr schlammig ist, oft den direkten Weg den Dünen entlang.
Schliesslich erreichen wir die Touristencamps, die schon fast ausgestorben wirken. Momentan sind nur noch eine Handvoll Touristen unterwegs.
Leider bläst der Wind immer noch so stark und es ist recht kühl geworden. Wir beobachten andere Touristen, wie sie die Dünen hochkraxeln- ca. 45-60 Minuten braucht man dafür, ein Schritt vor, zwei zurück…Uns ist es  zu windig- auf dem Gipfel würde man wahrscheinlich fast davongeblasen oder zumindest von Kopf bis Fuss sandgestrahlt..!

Zwischen Kamelgrasbüscheln, wo der Sand weniger peitscht ,geniessen wir die grandiose Szenerie aus dem warmen Laschti. Die Jungs dürfen wieder mal Laschtikino schauen, während wir frisches Brot backen.
Nachts bläst uns der Wind fast davon, wir werden im Bett hin und her geschaukelt…

 

Tag 3:
Wir erwachen bei blauem Himmel, doch der Wind bläst immer noch so stark. Am Dünenkamm sieht man schon von weitem die Sandverwehungen und am Horizont sieht es fast aus, als wehe ein Sandsturm.
Die Jungs graben mit den Schaufeln ihre Lõcher in den Wüstenboden, während wir im Windschatten des Lastis die wunderbare Kulisse geniessen. Schafe, Ziegen, Pferde und Kamele ziehen an uns vorbei und suchen sich am fast trockenen Flusslauf Nahrung und Wasser.
Am Nachmittag fragen wir bei der nächsten Jurte nach Reitkamelen und schon eine Stunde später sitzen wir alle auf zwei Kamelen und schaukel über die Dünen. Vor allem für die Jungs ein Erlebnis, obwohl uns nach einer Stunde bereits der Hintern schmerzt..;-)

Abends ist nach einer Woche wieder mal Duschen angesagt. Mittlerweile schaffen wir es mit der „Kübeldusche“mit weniger als zwei Liter Wasser pro Person, inkl. Haarewaschen.

 

Tag 4:
Ausflug zur Rückseite der Dünen, hier ist es aber weit weniger spaktakulär.

 

  • Khongoryn Els

One Comment

  1. Unsre Lieben
    Wir freuen uns jedes Mal, einen neuen Reisebericht zu lesen. Es ist spannend, was ihr alles
    erlebt. Die Berichte sind toll und die Landschaften wunderschön!!
    Geniesst eure Auszeit und weiterhin alles Gute.
    Liebe Grüsse an euch alle (Baba noch herzliche Gratulation zum Geburi)
    Marianne, Edi und Co

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