23.-27. August 2015: Sarma, Baikalsee

Endlich sind wir am Baikalsee! Die Fahrt ging von Irkutsk durch eine wunderschöne Landschaft, die sich von der bisherigen der letzten hunderten und tausenden von Kilometern ziemlich unterscheidet: Birkenwald ist Nadelwald gewichen und statt Sümpfen befinden wir uns nun in einer Art Steppenlandschaft. Ein kleiner Vorgeschmack auf die Mongolei…Kühe und Pferde grasen der Strasse entlang und machen es sich auch mal mitten auf der Strasse gemütlich.

In Sarma treffen wir wieder auf Familie Rosa aus Luxemburg. Zusammen verbringen wir ein paar ruhige und erholsame Tage an einem gemütlichen Plätzchen direkt am See. Hier erholen wir uns von den Strapazen der letzten Wochen und haben endlich Zeit, schon lange Liegengebliebenes zu erledigen wie Wäsche waschen, putzen, Unterhaltsarbeiten am Laschti zu erledigen und auch die eine oder andere Kiste und Schublade wird seit unserer Abfahrt erst so richtig eingeräumt…
Die Kinder geniessen die Gesellschaft der beiden luxemburgischen Mädchen und zusammen spielen sie den ganzen Tag am Strand und zwischen den kleinen Felsbrocken. Auch wir Erwachsenen geniessen die Gesellschaft der Rosas und die gemütlichen Abende am Lagerfeuer, wo wir frischen Baikalfisch grillieren, den wir direkt von den Fischern gekauft oder gar geschenkt bekommen haben..
Trotzdem gehen die Tage wie im Flug vorbei. Rosas fahren bereits weiter Richtung Mongolei, wir wollen erst mal noch auf die Insel Olchon. ..

Der Baikalsee ist gewaltig mit seinen Ausmassen :636 km lang und bis 80 km breit , die Uferlänge misst rund 2000km. Der See ist der größte , tiefste und älteste der Welt und fasst ein fünftel des Süsswassers der Erde (was zweimal der Ostsee entsprich)t!
Leider können wir die ganze Pracht und Schönheit nur begrenzt bewundern. Seit Mitte Juli wüten ca. 58 verschiedene Waldbrände rund um den Baikalsee, bereits über 140000 ha Wald sind zerstört. Die Luft ist  über hunderte von Kilometern voller Rauch und die Sicht sehr beschränkt. Die ganze Gegend ist in dicken Rauchnebel gehüllt. Die Sonne kommt kaum durch, obwohl meteorologisch gesehen schõnstes Wetter herrscht…Die Atmosphäre ist manchmal fast gespenstisch!

  • Sibirisches Dorf unterwegs

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