25.-28. September 2015: Unterwegs nach Charchorin

Erdenezuu_17

 

 

 

25. September:

Wir verabschieden uns von den Dünen und fahren nun wieder nordwärts. Über eine Piste wollen wir die Asphaltstrasse bei Arvaikheer, ca. 280 km entfernt, erreichen.

Die Strecke ist äusserst abwechslungsreich und führt durch atemberaubende Landschaften. Die Vegetation wie auch die Topographie ändern immer wieder: mal fahren wir durch Buschland, mal in ausgewaschenen Flussbetten, durch einsame Täler, durch Flusslandschaften, und am spektakulärsten: durch die Berge. Die Piste führt durch einen Bergeinschnitt, durch eine Art Schlucht, einem kleinen, zur Zeit trockenen Flussbett entlang, bzw. im Flussbett. Die Kurven sind teilweise recht eng und wir wissen nie, was uns hinter dem nächsten Felsen erwartet. Hoffentlich wird’s nirgends zu eng…! Wir fragen uns, wie man hier durchkommen soll, sollte der Fluss mal Wasser führen…

Die ganze Strecke bis Bogd ist kaum bewohnt, zum Teil sieht man weder Jurte, Mensch noch Viehherden oder andere Fahrzeuge, soweit das Auge reicht. Nur vereinzelt sehen wir ein paar einsame Kamelherden… Schon fast ein bisschen beängstigend, diese Einsamkeit.

Unterwegs passieren wir einen Brunnen, wo wir unseren Wassersack wieder auffüllen..

 

26.September:

Wir haben in der Nähe von Bogd übernachtet. Nach der Gebirgspassage gelangten wir das Flussbett hinunter auf eine Ebene. Hier ist es schlagartig wieder grüner und im Vergleich zu den letzten 100km dicht mit Jurten besiedelt. Seit wir Dalandzadgad verlassen haben, haben wir endlich wieder Telefon- und Internetempfang!

Wir erreichen Guchin Us am Nachmittag. Da wir nicht auf Internetempfang verzichten wollen, bleiben wir in der Nähe des Dorfes.

Als wir den Kühlschrank öffnen, sehen wir die Bescherung: das Sambal-Oelek Glas ist aufgesprungen und der gesamte Kühlschrankinhalt schwimmt in der scharfen Sauce..! Da hat die Stewardess ihren Job wohl nicht richtig gemacht…;-). Die roten Chiliflecken werden wir wohl nie mehr ganz aus dem Kühlschrank kriegen..!

 

28.September:

Die letzten Tage ist es zunehmend kühler geworden. Tagsüber weht immer noch ein starker, kalter Wind und nachts fällt das Thermometer z.T. unter den Gefrierpunkt. Im Lasti ist es morgens 5-6 °C. Standheizung und Ofen kommen nun regelmässig zum Einsatz. Thermounterwäsche und Mützen werden aus den Tiefen der Schubladen hervorgekramt.

Die Strasse ist ab Arvaikheer wieder asphaltiert, doch manchmal ist der Zustand derart schlecht, dass wir uns wieder die Piste herbeiwünschen. Einzelne Abschnitte fahren wir gar lieber neben der Strasse.

Wir erreichen Charchorin und übernachten ein paar Kilometer weiter am Orkhon Fluss, in sicherer Distanz zum Wasser…

Wären die Temperaturen wärmer, wäre dies ein herrliches Plätzchen zum Entspannen, waschen, baden etc….

 

  • Wasser schöpfen

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert